Sings of Control
Chromalayer
April bis Oktober 2026
Kunst im öffentlichen Raum · Open-Air-Kunstausstellung auf der Strandmauer am Sandwall, Wyk auf Föhr
Die Serie „Signs of Control“ arbeitet mit einem Motivtyp, der im Alltag meist übersehen wird: Schilder, die Verhalten regeln. „Kein Eingang“, „Betreten verboten“, „Ballspielen nicht erlaubt“, „Notausgang“. Kurze Sätze, Piktogramme und Pfeile – Hinweise, die nicht zur Interpretation gedacht sind, sondern zur unmittelbaren Befolgung. Für die Arbeiten werden solche Schilder fotografisch aufgegriffen und in der Chromalayer-Technik transformiert. Die Vorlagen werden in Farbebenen zerlegt, neu interpretiert und als Schichtstruktur aufgebaut. Rahmung, Schraublöcher, Kanten und Typografie bleiben erkennbar, sodass das Motiv weiterhin als Schild lesbar ist.
In der Ausstellung auf der Strandmauer erscheinen diese Zeichen jedoch außerhalb ihrer ursprünglichen Funktion. Sie stehen nicht mehr an einer Tür, auf einem Deich oder an einem Gebäude, sondern im offenen Raum entlang der Promenade. Vertraute Hinweise lösen sich aus ihrem Kontext und werden zu grafischen Bildkörpern aus Farbe, Struktur und Material. Die Serie macht sichtbar, wie stark solche Texte unseren Alltag strukturieren. Verbote, Warnungen und Instruktionen erscheinen meist im Imperativ und wirken durch ihre nüchterne Typografie selbstverständlich. In der künstlerischen Überarbeitung wird diese Sprache der Steuerung isoliert und neu betrachtet.
„Signs of Control“ untersucht Beschilderung als Schnittstelle zwischen Text, Raum und Verhalten. Was im Alltag als reine Information erscheint, zeigt sich hier als präzise gestaltete Oberfläche – und als Teil eines Systems, das Bewegung, Zugang und Handlung reguliert.
Impressionen
Mit freundlicher Unterstützung von: