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Sag mir nicht, wer ich bin

Zu spät für real, zu früh für irgendwas.
Die Straßen sind noch heiß.
Mein Herz macht wieder Chaos.

Ich lauf an verschlossenen Türen vorbei.
Da blinkt noch ein Schild, mein Handy ist leer,
und ich bin gerade ziemlich gut darin,
nichts erklären zu müssen.

Heute passt nichts, aber alles geht.
Die Nacht zu leise, der Himmel zu nah.
Mein Name klingt komisch.

Drei Uhr irgendwas, kalte Hände, zu viele tote Fenster.
Ich zähle nie die Lichter, ich verliere meinen Halt.
Nicht alles führt mich irgendwohin hin.

Bin ich zu spät, nur noch nicht da?
Ist das genau richtig, vielleicht auch nicht?

Ich hab meinen Namen heute so oft im Kopf gedreht,
dass er nicht mehr nach mir klingt,
wie etwas, das mal gepasst hat
und jetzt einfach nie mehr.

Harald Bickel